2014

2014 Heft 4

Artikel

 Editorial, (2014), Deflationsrisiko im Euroraum: Was kann getan werden?, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.4, S517-530
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René Böheim, Christina Judmayr, (2014), Bildungs- und Einkommenskorrelationen von Geschwistern in Österreich, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.4, S531-558
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Julia Hofmann, Hilde Weiss, (2014), Klassenlagen und Vermögensbildung, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.4, S559-578
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Gunther Tichy, (2014), Verschuldungsbedarf und Sparüberschuss, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.4, S579-608
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Karola Blaha, (2014), Interaktionsmuster zwischen AMS-BeraterInnen und Arbeitslosen während des Beratungsgespräches. Ergebnisse einer teilnehmenden Beobachtung, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.4, S609-648
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Stefan Humer, Mathias Moser, Matthias Schnetzer, (2014), Sozioökonomische Charakteristika der Millionärshaushalte in Österreich, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.4, S649-658
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Buchbesprechung

Heinz Kurz, (Hrsg.), () Die Ökonomik im Spannungsfeld zwischen Natur- und Geisteswissenschaft (ISBN: 978-3-428-14315-3),
Besprochen von Dieter Bögenhold, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.4, S659-663 Besprechung Herunterladen
Pierre Rosanvallon, () Die Gesellschaft der Gleichen (ISBN: 978-3-868-54257-8),
Besprochen von Martin Schürz, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.4, S664-666 Besprechung Herunterladen
Gabriel Zucman, () Steueroasen: Wo der Wohlstand der Nationenversteckt wird (ISBN: 978-3-518-06073-5),
Besprochen von Gertraud Lunzer, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.4, S667-669 Besprechung Herunterladen
David Peace, () GB84 (ISBN: 978-3-954-38024-4),
Besprochen von Josef Schmee, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.4, S670-672 Besprechung Herunterladen
Manfried Rauchensteiner, () Der Erste Weltkrieg und das Ende der Habsburgermonarchie 1914-1918 (ISBN: 978-3-205-79259-8),
Besprochen von Martin Mailberg, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.4, S673-681 Besprechung Herunterladen
Wolfram Dornik, (Hrsg.), Julia Walleczek-Fritz, (Hrsg.), Stefan Wedrac, (Hrsg.), () Frontwechsel. Österreich-Ungarns „Großer Krieg“ im Vergleich (ISBN: 978-3-205-79477-6),
Besprochen von Klaus Dieter Mulley, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.4, S682-685 Besprechung Herunterladen
Keith Hitchins, () A Concise History of Romania (ISBN: 978-0-521-69413-1),
Besprochen von Martin Mailberg, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.4, S686-692 Besprechung Herunterladen

2014 Heft 3

Artikel

 Editorial, (2014), Europas Wirtschaftspolitik am Scheideweg, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.3, S371-378
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Hardy Hanappi, Manuel Wäckerle, (2014), Evolutionäre Politische Ökonomie: Inhalt und Methode, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.3, S379-404
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In den Sozialwissenschaften herrscht momentan noch große Unklarheit darüber, was sich hinter dem Titel des neuen Forschungsgebiets „evolutionäre politische Ökonomie“ verbirgt. Dieser Artikel stellt eine eher ambitionierte Positionierung dieser wissenschaftlichen Disziplin dar indem er sie sowohl in Hinsicht auf ihren Inhalt, also den Untersuchungsgegenstand, als auch bezüglich der dabei verwendeten Sprachen (inklusiver formaler Sprachen) eindeutig charakterisiert. Da dafür auch eine Abgrenzung gegenüber einer Vielzahl anderer in Mode gekommener Strömungen der Ökonomie nötig ist wird im Artikel auch diesbezüglich eine – teilweise durch die historische Entwicklung der Dogmengeschicht ein ihrem Zusammenspiel mit sozioökonomischer Realität bedingte – recht ausführliche Auseinandersetzung geboten. In dogmengeschichtlicher Hinsicht ist unser Ansatz wohl am besten als ein Update klassischer politischer Ökonomie mit den Mitteln neuester formaler Techniken zu interpretieren. Bei aller Konzentration auf das Ziel eine brauchbare und eindeutig verständliche, manchmal gewagte, Arbeitsdefinition „evolutionärer politischer Ökonomie“ zu liefern, muss klarerweise letztlich auch eingeräumt werden, dass er wie jeder Vorschlag zu theoretischer Innovation zunächst eine bewusste Provokation des Mainstreams darstellt und als solche selbst noch vielen Änderungen unterwerfen zu sein wird um diese Auseinandersetzung zu gewinnen.
Fritz Helmedag, (2014), Über Kapital im „Kapital“: Einige elementare Überlegungen, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.3, S405-416
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Marx misst den Ausbeutungsgrad mit der Mehrwertrate, die das Verhältnis von (unbezahltem) Mehrwert zu der als variables Kapital (v) bezeichneten Vergütung der Arbeiter angibt. Die Profitrate enthält im Nenner zusätzlich das konstante Kapital (c), das Rohstoffe, produzierte Produktionsmittel und andere Vorleistungen umfasst. Wenn in den Sektoren sowohl eine uniforme Mehrwertrate als auch eine einheitliche Profitrate herrschen soll, resultiert bei ungleicher organischer Zusammensetzung des Kapitals (c v) das berühmte Transformationsproblem der Verwandlung von Arbeitswerten in Produktionspreise. Jedoch lässt sich der zirkulierende Teil des konstanten Kapitals, d. h. die in der laufenden Periode erstellten Zwischenprodukte, ebenfalls in lebendige Arbeit auflösen. In diesem reduzierten System wird die Profit- oder Mehrwertrate allein in der Lohngüterfertigung determiniert. Die relativen Arbeitswerte und Produktionspreise stimmen dann überein. Der Rohgewinn inklusive der Verzinsung des Fixkapitals hängt nicht vom Lohnsatz ab, sondern nur von den Ausgaben der Kapitalisten selbst. Im Gleichgewicht wird der Überschuss in einer Weise auf die Sektoren verteilt, die mit der gesellschaftlichen Arbeitsteilung harmoniert.
Alfred Kleinknecht, (2014), Schaden Strukturreformen des Arbeitsmarkts der Innovation?, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.3, S417-428
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Mainstream-Ökonomen plädieren für strukturelle Reformen des Arbeitsmarktes. Diese Reformen zielen v. a. auf eine Lockerung des Kündigungsschutzes, größere Flexibilität der Löhne (nach unten) sowie auf flankierenden Sozialabbau. Solche Reformen sind in Ländern wie den USA, Australien, Neuseeland oder Großbritannien schon weitgehend durchgesetzt, weniger in Kontinentaleuropa. Dieser Beitrag präsentiert theoretische Argumente, warum solche Strukturreformen der Innovation schaden. Empirische Studien zeigen, dass diese Argumente realistisch sind. Studien auf Makro- und Unternehmensebene weisen darauf hin, dass zwar das „Garage Business“-Modell der Innovation (wie etwa in Silicon Valley) unter flexiblen „hire & fire“-Arbeitsmärkten gut funktioniert, dass aber Schumpeters „Routinemodel“ der Innovation unter den Arbeitsmarktbedingungen Kontinentaleuropas erheblich besser funktioniert. Dies erklärt u. a., warum amerikanische Firmen in reifen Industrien wie etwa der Autoindustrie es so schwer haben in der Konkurrenz mit europäischen und japanischen Anbietern.
Erik Türk, Sepp Wöss, (2014), Demografie und Sozialstaat. Arbeitsmarkt hat zentrale Bedeutung, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.3, S429-444
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Der demografische Wandel ist eine der großen Herausforderungen, welche wir zu bewältigen haben. Anpassungen sind in vielen Bereichen erforderlich. Die Auswirkung auf Wohlfahrtsstaaten und öffentliche Alterssicherungssysteme wird zumeist unter Bezugnahme auf die Verschlechterung von Abhängigkeitsquoten thematisiert. Bedauerlicherweise wird in vielen Dokumenten keine klare Abgrenzung zwischenrein demografischen und ökonomischen Faktoren gemacht. Die entscheidende Frage aber ist: In welchem Ausmaß wird der Anstieg demografischer Abhängigkeit (Altersgruppe 65+ :15- bis 64-Jährige) zu einem Anstieg ökonomischer Abhängigkeit (Leistungsempfänger :Beitragszahler) führen? Berechnungen für die EU-27, Österreich, Belgien und Polen – basierend auf dem in der österreichischen Arbeiterkammer entwickelten „Abhängigkeitsquoten-Rechner“ – zeigen sehr deutlich: Die Entwicklung der ökonomischen Abhängigkeitsquote wird in hohem Maß von der Entwicklung der Beschäftigung bestimmt. Je höher die Beschäftigungsquote, desto niedriger der Anstieg der ökonomischen Abhängigkeit. Der Beitrag belegt die Richtigkeit einer Feststellung der EU-Kommission im Demografie-Report 2008: „Die Anhebung der Beschäftigungsquoten [mit guten Arbeitsplätzen] … ist die wirksamste Strategie, mit der sich Länder auf die Alterung der Bevölkerung vorbereiten können.“
Michael Mesch, (2014), Der Berufsstrukturwandel der Beschäftigung in Österreich 1991-2012, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.3, S445-494
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Die Berufsstruktur der Beschäftigung in Österreich verschob sich zwischen 1991 und 2012 deutlich zugunsten der hoch qualifizierten Angestelltenberufe. Bereits fast 40% der Erwerbspersonen sind den Angestelltenberufen mit mindestens Maturaniveau (Führungskräfte ,Akademische Berufe, Technische und nichttechnische Fachkräfte) zuzuordnen. Diese sehr starke Beschäftigungsverlagerung in Richtung auf die hoch qualifizierten Angestelltenberufe ist als eindeutiger Beleg für den Strukturwandel der österreichischen Wirtschaft zugunsten von wissens- und humankapitalintensiven Aktivitäten zu werten. Wie eine Komponentenzerlegung zeigt, trugen Berufsstruktureffekte etwas stärker als Branchenstruktureffekte zu den Verschiebungen in der Branchen-Berufs-Matrix der Beschäftigung in den 2000er-Jahren bei. In der Branchenstruktur der Beschäftigung des Dienstleistungssektors ist ein signifikanter Wandel in Richtung auf wissens- und humankapitalintensive Marktdienstleistungen festzustellen und auf ebensolche öffentliche Dienstleistungen (Bildungswesen, Gesundheitswesen etc.), welche für die Bewältigung der wirtschaftlichen, sozialen und demografischen Herausforderungen von entscheidender Bedeutung sind. In der Sachgüterproduktion erfolgte der Branchenstrukturwandel zugunsten von Hoch- und Mittelhochtechnikbranchen. Die am höchsten qualifizierten Angestelltenberufe und die Personenbezogenen Dienstleistungsberufe mittlerer Qualifikation werden nicht nur durch positive Brancheneffekte begünstigt, sondern auch durch Anteilszuwächse in den einzelnen Branchen. Die „Routinisierungshypothese“ (Autor et al. [2003]) bezüglich der Auswirkungen des tätigkeits- und qualifikationsverzerrten technischen Fortschritts bietet einen Erklärungsansatz für diese Beschäftigungsstrukturverschiebungen.
Günther Chaloupek, (2014), Nachruf: Dr. Ernst Eugen Veselsky 1932-2014, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.3, S513-514
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Buchbesprechung

Thomas Piketty, () Capital in the Twenty-First Century (ISBN: 978-0-674-43000-6),
Besprochen von Martin Schürz, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.3, S495-501 Besprechung Herunterladen
Robert Skidelsky, Edward Skidelsky, () Wie viel ist genug? Vom Wachstumswahn zu einer Ökonomie des guten Lebens (ISBN: 978-3-888-97822-7),
Besprochen von Achim Truger, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.3, S502-505 Besprechung Herunterladen
Friedrun  Quaas, Georg  Quaas, () Die Österreichische Schule der Nationalökonomie (ISBN: 978-3-731-61031-1),
Besprochen von Günther Chaloupek, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.3, S506-509 Besprechung Herunterladen
Marci Shore, () Der Geschmack von Asche. Das Nachleben des Totalitarismus in Osteuropa (ISBN: 978-3-406-65455-8),
Besprochen von Martin Mailberg, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.3, S510-512 Besprechung Herunterladen

2014 Heft 2

Artikel

 Editorial, (2014), Budget stabilisiert, aber Arbeitslosigkeit und Vermögenskonzentration steigen , Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.2, S195-202
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Paul Eckerstorfer, Viktor Steiner, Florian Wakolbinger, (2014), Steuerreformvorschläge in der Diskussion – Eine Mikrosimulationsanalyse der Aufkommens- und Verteilungswirkungen für Österreich , Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.2, S203-234
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Der Beitrag analysiert die Aufkommens- und Verteilungswirkungen von Reformalternativen zur Lohn- und Einkommensteuer in Österreich auf der Basis eines Mikrosimulationsmodells. Die Reformalternativen beinhalten einen Ausgleich der „kalten Progression“, eine Reduktion der Grenzsteuersätze und eine Steuervereinfachung bei gleichzeitiger Verbreiterung der Steuerbasis. Sie unterscheiden sich in alternativen Anpassungen bei der Familienbeihilfe. Die analysierten Reformalternativen wären mit unterschiedlichen Umverteilungswirkungen und hohen fiskalischen Kosten verbunden. Wir zeigen auf der Basis der ersten Erhebung zur Vermögenslage österreichischer Haushalte, dem Household Finance and Consumption Survey (HFCS), in welchem Umfang die fiskalischen Kosten der Reform durch alternative Vermögenssteuermodelle ausgeglichen werden könnten. Als Alternative zu einer Vermögenssteuer werden auch Möglichkeiten der Gegenfinanzierung durch Einsparungen bei den Staatsausgaben dargestellt.
Philipp Heimberger, (2014), „Innere Abwertung“ in Südeuropa: Erwartungen, Ergebnisse und Folgen, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.2, S235-262
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Die Troika forciert im Umgang mit der Krise in den südeuropäischen Ländern Griechenland, Italien, Portugal und Spanien eine „innere Abwertung“ als Lösungsweg zum Abbau makroökonomischer Ungleichgewichte in der Eurozone. Abwärtsdruck auf Löhne und Preise soll Verbesserungen der preislichen Wettbewerbsfähigkeit zur Folge haben und Anpassungen der Leistungsbilanzsalden maßgeblich über die Exportseite ermöglichen. Allerdings drohen einige südeuropäische Länder als Folge des durch die Lohnsenkungen verschärften nachfrageseitigen Deflationsdrucks noch weiter in eine sich selbst verstärkende Schuldendeflationsspirale abzugleiten. Die Troika unterschätzte in den letzten Jahren die negativen Effekte der inneren Abwertung auf Wachstum und Beschäftigung. Die aktuellen Erfahrungen mit den Konsequenzen der Deflationspolitik sind den historischen Erfahrungen europäischer Goldblockländer während der 1930er-Jahre nicht unähnlich. Eine Folge der verschärften Nachfragerückgänge sind besonders starke Anpassungen der Leistungsbilanzsalden im Süden des Euroraumes, die in erheblichem Ausmaß auf die Entwicklung der Importe zurückzuführen sind.
Michael Mesch, (2014), Veränderungen der Berufsstruktur der Beschäftigung in Wien 2001-2012, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.2, S263-306
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Die Berufsstruktur der Beschäftigung in Wien verschob sich zwischen 2001 und 2012 deutlich zugunsten der hoch qualifizierten Angestelltenberufe. Bereits rund die Hälfte der Erwerbspersonen am Arbeitsort Wien ist den Angestelltenberufen mit mindestens Maturaniveau (Führungskräfte, Akademische Berufe, Technische und nichttechnische Fachkräfte) zuzuordnen. Diese sehr starke Beschäftigungsverlagerung in Richtung auf die am höchsten qualifizierten Angestelltenberufe ist als eindeutiger Beleg für den Strukturwandel der Wiener Wirtschaft zugunsten von wissens- und humankapitalintensiven Aktivitäten zu werten. Wie eine Komponentenzerlegung zeigt, trugen Branchen- und Berufsstruktureffekte etwa in gleichem Maße zu den Verschiebungen in der Branchen-Berufs-Matrix der Beschäftigung in den 2000er-Jahren bei. In der Branchenstruktur der Beschäftigung ist ein signifikanter Wandel in Richtung auf wissens- und humankapitalintensive Marktdienstleistungen festzustellen und auf ebensolche öffentliche Dienstleistungen (Bildungswesen, Gesundheitswesen etc.), welche für die Bewältigung der wirtschaftlichen, sozialen und demografischen Herausforderungen von entscheidender Bedeutung sind. Die am höchsten qualifizierten Angestelltenberufe und die interaktiven Angestelltenberufe mittlerer Qualifikation werden nicht nur durch positive Brancheneffekte begünstigt, sondern auch durch Anteilszuwächse in den einzelnen Branchen. Die „Routinisierungshypothese“ (Autor et al. (2003)) bezüglich der Auswirkungen des tätigkeits- und qualifikationsverzerrten technischen Fortschritts bietet einen Erklärungsansatz für diese Beschäftigungsstrukturverschiebungen.
Petra Rodiga-Laßnig, Birgit Aigner-Walder, (2014), Kinderbetreuung und Beschäftigung von Frauen – Eine Analyse für Kärnten, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.2, S307-328
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Der demografische Wandel im Sinne der Alterung der Bevölkerung wird vielfach als Gefahr für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes gesehen, wobei abgesehen von künftigen Finanzierungsfragen in Bezug auf das Sozialsystem vor allem der Arbeitsmarkt im Vordergrund steht. Eine Erhöhung der Erwerbsbeteiligung von Frauen wird dabei als eine potenzielle Lösungsmaßnahme zur Deckung der Lücken am Arbeitsmarkt diskutiert. Die Arbeitsmarktbeteiligung von Frauen liegt nach wie vor hinter jener der Männer zurück. Das Bundesland Kärnten, welches vom demografischen Wandel innerösterreichisch am stärksten betroffen ist, zeichnet sich zudem durch eine unterdurchschnittliche Erwerbsbeteiligung von Frauen aus. Im Rahmen dieses Beitrags wird der Frage nachgegangen, inwieweit die Frauenerwerbsbeteiligung von Kindern und Kinderbetreuungseinrichtungen abhängig ist. Dazu werden die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von Kärntner Frauen zwischen 20 und 49 Jahren präsentiert. Die Analyse zeigt hoch signifikante Unterschiede im Erwerbsverhalten in Abhängigkeit von Kindern als auch die Bedeutung der institutionellen Kinderbetreuung für die Erwerbsbeteiligung von Frauen.

Buchbesprechung

Thomas Piketty, () Capital in the Twenty-First Century (ISBN: 978-0-674-43000-6),
Besprochen von Jakob Kapeller, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.2, S329-346 Besprechung Herunterladen
Walter Otto Ötsch et.al., (Hrsg.), () The Political Economy of Offshore Jurisdictions (ISBN: 978-3-731-61035-9),
Besprochen von Margit Schratzenstaller, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.2, S347-349 Besprechung Herunterladen
Hannah Kreis, () Das Wirtschaftsdenken in Japan. Eine Studie zur japanischen Rezeption europäischer Wirtschaftstheorien im ausgehenden 19. Jahrhundert (ISBN: 978-3-731-61033-5),
Besprochen von Josef Schmee, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.2, S350-353 Besprechung Herunterladen
Georg-Hans Schmit, () Die Christliche Arbeiterbewegung 1933-1946. Vom Untergang der Demokratie bis zum Beginn der Zweiten Republik (ISBN: 978-3-703-51604-7),
Besprochen von Karl Stubenvoll, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.2, S354-357 Besprechung Herunterladen
Erich Hackl, (Hrsg.), Evelyne Polt-Heinzl, (Hrsg.), () Im Kältefieber. Februargeschichten 1934. Anthologie (ISBN: 978-3-711-72009-2),
Besprochen von Martin Mailberg, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.2, S358-360 Besprechung Herunterladen
Christopher Clark, () Die Schlafwandler. Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog (ISBN: 978-3-421-04359-7),
Besprochen von Josef Schmee, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.2, S361-365 Besprechung Herunterladen
Friedrich Lenger, () Metropolen der Moderne. Eine europäische Stadtgeschichte seit 1850 (ISBN: 978-3-406-65199-1),
Besprochen von Andreas Weigl, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.2, S366-367 Besprechung Herunterladen

2014 Heft 1

Artikel

Günther Chaloupek, (2014), 40. Jahrgang „Wirtschaft und Gesellschaft“: ein Rückblick, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.1, S3-8
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 Editorial, (2014), Konstruktiver Föderalismus statt Blockadehaltung, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.1, S9-16
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Arne Heise, (2014), Zwangsjacke Euro. Die Fehlkonstruktion des europäischen Economic Governance-Systems, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.1, S17-32
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Von allen Enden des politischen und akademischen Spektrums und aus allen Teilen der EU wird die Auflösung der Europäischen Währungsunion (EWU) in seiner gegenwärtigen Form gefordert, weil sie angeblich nicht den ökonomischen Interessen der Teilnehmerländer diene, stattdessen aber mit hohen, durch eine Auflösung der Währungsunion vermeidbaren Kosten verbunden wäre. Demgegenüber halten die politisch Verantwortlichen weiter am Projekt Euro fest. Die EU-Kommission glaubt sogar, das europäische Economic Governance-System (EEGS), in welches der gemeinsameWährungsraum eingebettet ist, sei der institutionalisierte Garant realwirtschaftlicher Stabilität in einem nach der Weltfinanzkrise von 2008 bis 2010 zweifellos instabiler gewordenen weltwirtschaftlichem Umfeld. Ich werde im Folgenden argumentieren, dass das EU-Economic Governance-System im zurückliegenden Krisenfall versagt hat und den Euro zu einer Zwangsjacke macht, die einige Mitgliedsländer zu erdrosseln droht.
Fabian Lindner, (2014), Haben die knappen Weltersparnisse die US-Immobilienblase finanziert? Bemerkungen zur „Global Saving Glut“-These aus saldenmechanischer Sicht, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.1, S33-62
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Unter der Mehrheit der Mainstream-ÖkonomInnen besteht Konsens, dass das Kreditangebot durch die laufende Ersparnis der Haushalte limitiert sei. Würde der Staat oder das Ausland durch Defizite die knappe Ersparnis absorbieren, könnten die Unternehmen keine Kredite mehr aufnehmen und müssten ihre Investitionen verringern. Dies ist die „Loanable Funds“-Theorie. Ben Bernankes „Global Saving Glut“-These setzt auf dieser Sicht auf: Danach seien die USA auf die knappen Ersparnisse Ostasiens und der rohstoffexportierenden Länder angewiesen gewesen, um ihren Immobilienboom zu finanzieren. Der Artikel zeigt anhand einfacher Buchhaltungssätze, dass Kredit niemals durch laufende Ersparnis beschränkt ist, sondern oft genau umgekehrt gilt, dass die Möglichkeit, Ersparnis zu bilden, von der Kreditgewährung abhängt. Das zeigt sich auch im Verhältnis der USA zu ihren Handelspartnern und Gläubigern: Da Nicht-Amerikaner den US-Dollar als Zahlungsmittel akzeptieren, aber nur die USA Dollar herstellen können, verschulden sich Amerikaner zur Finanzierung ihrer Leistungsbilanzdefizite in letzter Instanz bei sich selbst. Jeden Dollar, den Nicht-Amerikaner in den USA investieren, mussten sie sich vorher in den USA verdienen oder leihen. Durch ihre Defizite erlauben die USA anderen Ländern erst, Einkommen und Ersparnis zu bilden.
Paul Eckerstorfer et.al., (2014), Die Vermögensverteilung in Österreich und das Aufkommenspotenzial einer Vermögenssteuer, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.1, S63-82
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Der vorliegende Beitrag schätzt das Aufkommenspotenzial einer Vermögenssteuer für Österreich. Möglich gemacht wird eine solche Schätzung durch die erste umfassende Erhebung zum Vermögen österreichischer Privathaushalte im Rahmen des von der Europäischen Zentralbank koordinierten und von der Oesterreichischen Nationalbank für Österreich durchgeführten „Household Finance and Consumption Survey“ (HFCS). Trotz akribischer Erhebung und sorgfältiger statistischer Aufbereitung der gesammelten Daten besteht allerdings ein Problem hinsichtlich der fehlenden oder unzureichenden Erfassung der obersten Vermögensbestände, die in den Händen einiger weniger Haushalte konzentriert sind. Damit geht eine systematische Unterschätzung des Gesamtvermögens privater Haushalte in Österreich sowie eine Verzerrung der tatsächlichen Vermögensverteilung einher. Um diese Verzerrung zu kompensieren, greift der vorliegende Beitrag auf die in der ökonomischen Literatur etablierte Annahme einer Pareto-Verteilung der obersten Vermögensbestände zurück. Bei dieser Methode wird zuerst eine geeignete Spezifikation der Pareto-Verteilung nach statistischen Kriterien bestimmt und in Folge der oberste Rand der Vermögensverteilung durch eben jene Pareto-Verteilung korrigiert. Durch diese Korrektur steigt das Gesamtvermögen der privaten Haushalte von etwa 1.000 Mrd. Euro auf 1.249 Mrd. Euro an, wobei sich die Korrektur am stärksten auf den Vermögensbestand des reichsten Prozents aller Haushalte auswirkt. Dieser steigt von durchschnittlich 6,4 Mio. Euro um 98,6% auf 12,7Mio. Euro. Das sich daraus ergebende Aufkommenspotenzial einer Vermögenssteuer hängt vom verwendeten Steuermodell und von den unterstellten Ausweichreaktionen ab. Der Einfluss der Datenkorrektur auf das geschätzte Aufkommenspotenzial zeigt sich am stärksten bei den progressiv gestalteten Steuermodellen.
Valerie Bösch, Robert Jellasitz, Johannes Schweighofer, (2014), Die OECD-PIAAC-Ergebnisse: Ein unerhörter Weckruf für Österreich!, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.1, S83-120
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Die Ergebnisse der internationalen OECD-Studie zu Kompetenzen von Erwachsenen (PIAAC, Survey of Adult Skills) haben in Österreich bisher nur wenig Resonanz hervorgerufen. Einerseits scheint man sich der Tragweite der Ergebnisse nicht klar zu sein – immerhin verfügen etwa eine Million Personen nicht über ausreichend Kompetenzen, um am gesellschaftlichen und beruflichen Leben vollwertig teilnehmen zu können – andererseits ist die Vielzahl an Resultaten und Analysen nicht einfach zu überblicken. Die Arbeit legt einen Fokus auf Personen mit besonders niedrigen Kompetenzen, auf Kompetenzniveaus von Älteren, Personen mit Migrationshintergrund, die Rolle des informellen Lernens am Arbeitsplatz und Verteilungsfragen. Dabei sollte klar werden, dass dem Kompetenzerwerb an Schulen und Universitäten am Beginn der Berufslaufbahn zwar eine wichtige Rolle für die weitere Karriere zukommt, dass aber der einseitige Blick auf die Erstausbildung die Möglichkeiten des Kompetenzerwerbes in späteren Jahren (Stichwort: lebensbegleitendes Lernen) vernachlässigt und damit zu einer Engführung in der Debatte führt.
Romy Müller, Engelbert Theurl, (2014), Angebotsstrukturen von stationären Pflegeleistungen in Österreich: Eine empirische Bestandsaufnahme, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.1, S121-150
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Der Beitrag hat es sich zum Ziel gesetzt, die Angebotsstruktur in der stationären Pflege in Österreich – regional und nach Rechtsträgern – disaggregiert darzustellen. Dabei steht der Querschnitt des Jahres 2010 im Vordergrund der empirischen Betrachtung. Der Beitrag verkleinert damit eine erhebliche Lücke in der sozialstatistischen Berichterstattung für Österreich, da Darstellungen der Angebotsstrukturen disaggregiert nach Bezirken und Rechtsträgern für Österreich nur in Fragmenten existieren. Österreichweit konstatieren wir im Zeitraum 1983-2010 (i) einen leichten Rückgang der Versorgungsdichte, (ii) eine stärkere Fokussierung der Einrichtungen auf die Aufgabe „Pflege“ und (iii) eine deutliche Verschiebung der Rechtsträgerstruktur zugunsten der privaten gemeinnützigen und insbesondere der privaten gewinnorientierten Träger. Der Grad der Marktkonzentration bei den privaten Trägern und die Rolle von Unternehmensketten sind insgesamt gering. Es gibt zahlreiche Anzeichen dafür, dass sich die Verschiebung in der Rechtsträgerstruktur in Zukunft fortsetzen wird und dabei Unternehmensketten eine größere Rolle spielen werden, weil Anbieter in regionalen Unternehmensverbünden gegenüber einzelnen Pflegeheimen deutliche Vorteile haben. Der aggregierte Befund für Österreich verdeckt die großen räumlichen Unterschiede sowohl auf der Ebene der Bezirke als auch auf der Ebene der Bundesländer. Diese Unterschiede gelten sowohl für die Versorgungsdichte als auch für die Eigentümerstruktur.
Stefan Humer, (2014), Aufkommen von Erbschaftssteuern. Modellrechnung exemplarischer Tarife, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.1, S151-160
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Buchbesprechung

Eckhard Hein, () The Macroeconomics of Finance-Dominated Capitalism – and Its Crisis,
Besprochen von Miriam Rehm, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.1, S161-163 Besprechung Herunterladen
Tode Todev, Johann Brazda, Juhani Laurinkari, () Vor und nach der Banken und Finanzkrise. Realitäten und Illusionen (ISBN: ),
Besprochen von Robert Schediwy, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.1, S164-165 Besprechung Herunterladen
Joseph E. Stiglitz, Carl E. Walsh, () Makroökonomie. Band II zur Volkswirtschaftslehre (ISBN: 978-3-486-58478-3),
Besprochen von Josef Zuckerstätter, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.1, S166-169 Besprechung Herunterladen
Chrystia Freeland, () Die Superreichen. Aufstieg und Herrschaft einer neuen globalen Geldelite (ISBN: 978-3-864-89045-1),
Besprochen von Franz Heschl, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.1, S170-173 Besprechung Herunterladen
Oliver Marchart, (Hrsg.), () Facetten der Prekarisierungsgesellschaft. Prekäre Verhältnisse. Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Prekarisierung von Arbeit und Leben (ISBN: 978-3-837-62193-8.),
Besprochen von Rainer Bartel, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.1, S174-178 Besprechung Herunterladen
Michael Dippelreiter, (Hrsg.), () Wien. Die Metamorphose einer Stadt (ISBN: 978-3-205-98785-7),
Besprochen von Michael Mesch, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.1, S179-182 Besprechung Herunterladen
Anne Applebaum, () Der Eiserne Vorhang. Die Unterdrückung Osteuropas 1944-1956 (ISBN: 978-3-827-50030-4),
Besprochen von Martin Mailberg, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.1, S183-190 Besprechung Herunterladen
Robert Rebitsch, () Die Englisch-Niederländischen Seekriege (ISBN: 978-3-205-79470-7),
Besprochen von Andreas Weigl, Wirtschaft und Gesellschaft 2014, Band 40 Nr.1, S191-192 Besprechung Herunterladen