2013

2013 Heft 4

Artikel

 Editorial, (2013), Kein Rückgang der Arbeitslosigkeit ohne Verkürzung der Arbeitszeit,Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.4, S475-484
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John Edward King, (2013), A Brief Introduction to Post Keynesian Macroeconomics,Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.4, S485-508
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I begin by setting out the core of Post Keynesian macroeconomics, and then distinguish three schools within Post Keynesian theory: the fundamentalist Keynesian approach taken by Paul Davidson, the Kaleckian variant represented by Eckhard Hein, and Hyman Minsky’s financial instability hypothesis. I continue by identifying what Post Keynesian macroeconomics is not, and outlining some very substantial criticisms of both “Old Keynesian” and “New Keynesian” theory. After an historical sketch of the development of Post Keynesian theory in Cambridge (UK) and the United States in the 1950s and 1960s, I summarise the contributions of two eminent Austrian theorists, Josef Steindl and Kurt Rothschild. I then discuss the distinctive Post Keynesian position on questions of macroeconomic policy, offer an explanation of the Global Financial Crisis that began in 2007 and suggest some policy measures that might make similar crises less likely in the future. I conclude by discussing the relationship between Post Keynesianism and three other schools of heterodox economic theory: Marxism, institutionalism and behavioural economics.
Helene Schuberth, (2013), Finanzmarktregulierung in der Europäischen Union – Fünf Jahre nach Lehman,Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.4, S509-543
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Fünf Jahre nach der Lehman-Pleite haben viele BeobachterInnen den Eindruck, dass sich an den Funktionsmechanismen des Finanzsystems wenig geändert hat. Wie verträgt sich dies mit dem Umstand, dass seither zahlreiche Reformen umgesetzt wurden? Der Beitrag gibt einen Überblick über Historie und Substanz der Regulierungsreform in der EU und versucht diese in Hinblick darauf zu bewerten, ob sie in der Lage ist, die zahlreichen Formen von Marktversagen, die vom Finanzsektor ausgehen, abzuschwächen oder zu beseitigen. Die Reformen konzentrieren sich dabei auf jene Formen von Marktversagen, die auch in der akademischen Literatur breit diskutiert wurden, nämlich auf den „Leverage Cycle“ und auf die „Too-Big-To-Fail“-Problematik. Zu wenig Beachtung fanden bislang Instrumente und Maßnahmen, die der Internalisierung der negativen externen Effekte, die von exzessiven Renten, opaken derivativen Finanzinstrumenten sowie von der Störung der Intermediationsfunktion des Bankensystems ausgehen. Schließlich wurde relativ spät die zentrale Frage der Restrukturierung und Abwicklung von Banken in Angriff genommen. Ein Meilenstein in der Regulierungsreform stellt die unter dem Druck der Krise des Euroraums vorangetriebene Reform der Bankenaufsicht dar. Die Zentralisierung der Bankenaufsicht sollte, in Kombination mit Abwicklungsmechanismen, das systemische Risiko reduzieren.
Philipp Heimberger, Lukas Rippitsch, (2013), Aktuelle Konsolidierungserfahrungen in einem historischen Kontext: Ein Beitrag zur Fiskalmultiplikatordebatte,Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.4, S545-569
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Welche Auswirkungen hat Austeritätspolitik auf Wirtschaftswachstum und Staatsschuldenquote? Je höher der Fiskalmultiplikator ist, desto kostspieliger gestaltet sich eine Budgetkonsolidierung. Dass die Höhe des Multiplikators entscheidend von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig ist, zeigt sich einerseits durch die Analyse relevanter historischer Episoden wie der Weltwirtschaftskrise der 1930er-Jahre, andererseits durch eine systematische Untersuchung aktueller Konsolidierungserfahrungen: Da die Fiskalmultiplikatoren in den letzten Jahren signifikant höher waren als in den Vorkrisenjahren, befeuerte die prozyklische fiskalische Konsolidierung eine negative Entwicklungsdynamik von BIP und Staatsschuldenquote. Die ausgeprägt adversen Auswirkungen der Austeritätspolitik waren von einigen einflussreichen wirtschaftspolitischen Entscheidungsträgern und Institutionen nicht erwartet worden. Die verfehlte Erwartung nicht-keynesianischer Effekte ist nicht zuletzt darin begründet, dass einige namhafte Ökonomen politisch willkommene Anknüpfungspunkte für die Rechtfertigung der Austeritätspolitik unter dem Deckmantel scheinbar unumstößlicher wissenschaftlicher Erkenntnisse geliefert hatten.
Stefan Humer et.al., (2013), Über die Bedeutung von Kapitaleinkommen für die Einkommensverteilung Österreichs,Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.4, S571-586
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In diesem Beitrag wird die Einkommensverteilung in Österreich unter Berücksichtigung von Vermögenseinkommen analysiert. Während Administrativdaten eine gute Erfassung von Einkommen aus Erwerbstätigkeit bieten, können Informationen zu Kapitaleinkünften lediglich aus entsprechenden Haushaltserhebungen gewonnen werden. Daten aus den Erhebungen EU-SILC und HFCS geben Aufschluss darüber, welche Rolle Vermögenseinkommen in einer Gesamtbetrachtung der Haushaltseinkommen spielen. Die Ergebnisse zeigen, dass zwar drei Viertel der Haushalte Vermögenseinkünfte in irgendeiner Form aufweisen, allerdings nur ein sehr geringer Prozentsatz der Haushalte von diesen Zuflüssen den Lebensunterhalt bestreiten kann. Die Verteilung der Vermögenseinkommen ist dementsprechend ungleich und stark konzentriert. Ein relevanter Beitrag dieser Einkommensart zu den Einkünften aus Erwerbstätigkeit ist ab dem 90. Perzentil zu verzeichnen, im obersten Prozent machen Einkünfte aus Vermögen rund ein Drittel des Gesamteinkommens aus.
Kai Biehl, (2013), Die Entwicklung der Beschäftigung in Österreich während der Finanz- und Wirtschaftskrise,Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.4, S587-607
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Verglichen mit den meisten anderen EU-Ländern hat der Arbeitsmarkt in Österreich die finanz- und Wirtschaftskrise relativ gut überstanden. Zu den Gründen dafür, dass Österreich diese schwere Krise eher gut bewältigen konnte, zählt einerseits, dass die Wirkung der automatischen Stabilisatoren zur Dämpfung des konjunkturellen Abschwungs durch die Einführung der Kurzarbeit noch verstärkt werden konnte, andererseits aber auch die Durchführung einer Reihe von diskretionären konjunkturbelebenden Maßnahmen. Der Beschäftigungsaufschwung seit Mitte 2010 wurde auch davon mitgetragen, dass sich sowohl bei den Vollzeitbeschäftigten als auch bei den Teilzeitbeschäftigten die tatsächlich geleistete Arbeitszeit reduziert hat. Im Verlauf der Krise kam es aber auch zu Verschiebungen zwischen den Branchen: Lediglich ein gutes Viertel der zusätzlichen Beschäftigungsverhältnisse findet sich in Branchen mit überdurchschnittlichen Verdienstmöglichkeiten. Gleichzeitig steigt – vor allem durch Zuwanderung – das Arbeitsangebot deutlich stärker als die Beschäftigung. Die seit der Jahresmitte 2011 wieder ansteigende Arbeitslosigkeit erreicht seither immer neue Rekordwerte, und eine Entspannung ist derzeit nicht in Sicht.

Buchbesprechung

Michael Heine, Hansjörg Herr, () Volkswirtschaftslehre, Paradigmenorientierte Einführung in die Mikro- und Makroökonomie (ISBN: 978-3-486-71523-1),
Besprochen von Achim Truger, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.4, S609-612 Besprechung Herunterladen
Arie Arnon, () Monetary theory and policy from Hume and Smith to Wicksell (ISBN: 978-1-107-64273-7),
Besprochen von Peter Rosner, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.4, S613-616 Besprechung Herunterladen
Hans-Ulrich Wehler, () Die neue Umverteilung, Soziale Ungleichheit in Deutschland (ISBN: 978-3-406-64386-6),
Besprochen von Martin Schürz, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.4, S617-618 Besprechung Herunterladen
Daron Acemoglu, James A. Robinson, () Warum Nationen scheitern. Die Ursprünge von Macht, Wohlstand und Armut (ISBN: 978-3-100-00546-5),
Besprochen von Johannes Jäger, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.4, S619-623 Besprechung Herunterladen
Stefan Rüb, Hans-Wolfgang Platzer, Torsten Müller, () Transnational company bargaining and the europeanization of industrial relations. Prospects for a negotiated order (ISBN: 978-3-034-30909-7),
Besprochen von Veronika Dehnen, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.4, S625-629 Besprechung Herunterladen
Knud Andresen, (Hrsg.), Ursula Bitzegeio, (Hrsg.), Jürgen Mittag, (Hrsg.), () "Nach dem Strukturbruch"? Kontinuität und Wandel von Arbeitsbeziehungen und Arbeitswelt(en) seit den 1970er-Jahren (ISBN: 978-3-801-24202-2),
Besprochen von Klaus Dieter Mulley, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.4, S630-632 Besprechung Herunterladen
Emmerich Tálos, () Das austrofaschistische Herrschaftssystem, Österreich 1933 - 1938 (ISBN: 978-3-643-50494-4),
Besprochen von Wolfgang Maderthaner, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.4, S633-635 Besprechung Herunterladen
Stefan Anwander, () Wissenschaft über Gewerkschaft. Analysen und Perspektiven (ISBN: 978-3-703-51599-6),
Besprochen von Martin Mailberg, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.4, S636-638 Besprechung Herunterladen
Keith Derek Breckenridge, (Hrsg.), Simon Szreter, (Hrsg.), () Registration and recognition. Documenting the person in world history (ISBN: 978-0-197-26531-4),
Besprochen von Andreas Weigl, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.4, S639-641 Besprechung Herunterladen

2013 Heft 3

Artikel

 Editorial, (2013), Warten auf den Aufschwung oder Die Hoffnung stirbt zuletzt,Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.3, S283-290
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Thorsten Schulten, Torsten Müller, (2013), Ein neuer europäischer Interventionismus? Die Auswirkungen des neuen Systems der europäischen Economic Governance auf Löhne und Tarifpolitik ,Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.3, S291-321
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Als Antwort auf die Krise in Europa hat sich innerhalb der EU ein neues System der Economic Governance herausgebildet. Im Rahmen einer intensivierten wirtschaftspolitischen Koordinierung ist dabei die Lohnpolitik immer mehr ins Zentrum gerückt und hat neue Formen einer direkten politischen Intervention in die Verfahren und Ergebnisse der nationalen Tarifpolitik hervorgebracht. Die Zielsetzung dieses neuen lohnpolitischen Interventionismus besteht darin, durch eine nach unten gerichtete Flexibilisierung der Löhne die preislichen Wettbewerbsnachteile der sog. Defizitländer gegenüber den sog. Überschussländern in Europa auszugleichen und damit die Löhne zur zentralen Anpassungsvariable bei makroökonomischen Ungleichgewichten zu machen. Hierbei werden primär drei Instrumente genutzt: die sog. länderspezifischen Empfehlungen im Rahmen des Europäischen Semesters; die „Memorandums of Understanding“ zwischen der Troika und den Ländern, die auf internationale finanzielle Hilfe angewiesen sind; sowie den Kauf von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank. Im Ergebnis kommt es in zahlreichen europäischen Ländern zu umfassenden Lohnkürzungen und -stopps (insbesondere im öffentlichen Dienst), einer restriktiven Mindestlohnpolitik sowie einer radikalen Dezentralisierung bzw. Aushöhlung bestehender Flächentarifvertragssysteme
Gunther Tichy, (2013), Finanzkrise und Lebenszufriedenheit,Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.3, S323-342
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Die Lebenszufriedenheit der Österreicher ist bisher durch die Finanzkrise (fast) nicht beeinträchtigt worden. Das bedeutet nicht, dass man die Krise hierzulande ignoriert: Die Einschätzung der internationalen Wirtschaftslage durch die Österreicher und ihre Erwartungen reagierten sehr wohl auf ausländische Schocks. Allerdings schlugen diese bloß abgeschwächt auf die Einschätzung der nationalen Arbeitsmarktlage und praktisch nicht auf die persönliche Betroffenheit durch, weder in Bezug auf den eigenen Arbeitsplatz noch auf die eigene Finanzlage. Die Stabilität der Einschätzungen von Lebenszufriedenheit und persönlicher Lage beruht vermutlich auf der geringen Arbeitslosigkeit, der Absicherung durch das Sozialsystem sowie dem Vertrauen der Österreicher in die Regierung und deren Beschäftigungspolitik. Einkommenserwartungen und Systemvertrauen sind bisher nicht erschüttert worden, und die Gefahren einer Erosion des Sozialsystems durch die Globalisierung werden hierzulande offenbar als weniger bedrohlich angesehen als im Ausland.
Pirmin Fessler, Martin Schürz, (2013), Reich bleiben in Österreich,Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.3, S343-360
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Die Vererbung von Vermögen ist entscheidend für die Reproduktion sozialer Ungleichheit.Auf Basis von Daten des „Household Finance and Consumption Survey“ beschäftigtsich dieser Artikel mit dem Erbgeschehen in Österreich. Wahrnehmungen zum Erben, Häufigkeit und Umfang des Erbens sowie seine dynastische Bedeutung werden behandelt. Generell wird in der Bevölkerung demnach eine aus dem Erben resultierende gesellschaftlich bevorzugte Stellung abgelehnt. Innerhalb der Gruppe der Erben wird die Besserstellung aber tendenziell eher für gerechtfertigt gehalten. Je vermögender Haushalte sind, desto häufiger haben sie auch schon etwas geerbt. Bei den Erben liegt der Mittelwert des Nettovermögens bei rund 460.000 D und ist damit fast dreimal so hoch wie jener der Nicht- Erben (rund 160.000 D). Die 35% Erbenhaushalte verfügen über mehr als 62% des gesamten Nettovermögens. Die Erben sind jene, die viel weitervererben und so die Vermögenskonzentration vorantreiben.
Katharina Mader, Alyssa Schneebaum, (2013), Zur geschlechtsspezifischen Intrahaushaltsverteilung von Entscheidungsmacht in Europa,Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.3, S361-403
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Der Haushalt ist eine „Black Box“ in Bezug auf Entscheidungsfindungsprozesse, auf individuelle Präferenzen einzelner Haushaltsmitglieder und auf die Rolle von Geschlecht und Geschlechterverhältnissen in Entscheidungsprozessen. Bislang gibt es noch keine großräumige, jedenfalls aber keine überregionalen Untersuchungen darüber, wie finanzielle Entscheidungen in Haushalten getätigt werden und welche Faktoren die Entscheidungsmacht vor allem von Frauen innerhalb eines Haushaltes beeinflussen. Aufbauend auf einem Überblick über die existierende ökonomische Literatur zu Intra- Haushaltsentscheidungsfindung verwenden wir die Daten des Sondermoduls der Erhebung EU-SILC 2010, um den Zusammenhang zwischen persönlichen Merkmalen, wie Geschlecht, und Entscheidungsmacht bzw. -zuständigkeiten zu untersuchen. Wir können für Europa zeigen, dass Frauen weitaus häufiger für alltägliche Ausgaben und Ausgaben für Kinder zuständig sind, während Männer vorrangig die finanziellen Entscheidungen eines Haushalts treffen. Zudem hängt eine größere Intrahaushalts- Ungleichverteilung von Einkommen oder Bildung mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit zusammen, dass Paare Entscheidungen gemeinsam treffen – ebenso verhält es sich mit einer Hausfrau im Haushalt. Weitere interessante Muster der Entscheidungsfindung zeigen sich beim Vergleich der europäischen Länder: In Südeuropa zum Beispiel korrelieren die Unterschiede in der Bildung der Partner nicht so stark mit Entscheidungsmacht wie im Rest Europas. Und in Osteuropa treffen Frauen im Vergleich zu Frauen in anderen Teilen Europas vor allem dann Entscheidungen eher alleine, wenn der Haushalt schwierigeren wirtschaftlichen Bedingungen entgegensieht.
Paul Stepan, (2013), Urheberrecht und Digitalisierung – Eine Zwischenbilan,Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.3, S405-420
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Das Internet und die Digitalisierung haben die Film-, Musik-, und Literaturbranche wesentlich verändert. Zum einen produktionsseitig, wo vor allem bei technisch aufwändigen Projekten der Zugang zu Produktionsmitteln wesentlich erleichtert und verbilligt wurde, zum anderen auf der Verwertungsseite. Die Veränderungen auf der Produktionsseite zusammenzufassen, ist wenig zielführend, da sie branchenspezifisch und regional großen Unterschieden unterliegen. Die Veränderungen und Probleme auf der Verwertungsseite ähneln einander quer durch die Branchen und Regionen, wenngleich sie auch nicht ident sind. In dem vorliegenden Artikel werden diese Probleme, die sich aus dem für analoge Zwecke konzipierten Urheberrecht in der digitalen Welt ergeben, unter ökonomischen Gesichtspunkten umrissen und Lösungsansätze diskutiert.

Buchbesprechung

Jürgen Kromphardt, () Die größten Ökonomen: John Maynard Keynes,
Besprochen von Markus Marterbauer, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.3, S421-424 Besprechung Herunterladen
Hansjörg Klausinger, () Die größten Ökonomen: Friedrich A.von Hayek,
Besprochen von Hans-Michael Trautwein, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.3, S425-428 Besprechung Herunterladen
Anat Admati, Martin Hellwig, () The Bankers’ New Clothes: What’s Wrong with Banking and What to Do About it,
Besprochen von Helge Peukert, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.3, S429-434 Besprechung Herunterladen
Heiner Flassbeck et.al., (Hrsg.), () Handelt jetzt! Das globale Manifest zur Rettung der Wirtschaft,
Besprochen von Rainer Bartel, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.3, S435-440 Besprechung Herunterladen
Wolfgang Streeck, () Gekaufte Zeit. Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus,
Besprochen von Markus Marterbauer, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.3, S441-444 Besprechung Herunterladen
Colin Crouch, () Jenseits des Neoliberalismus. Ein Plädoyer für soziale Gerechtigkeit,
Besprochen von Emmerich Tálos, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.3, S445-448 Besprechung Herunterladen
Joseph Stiglitz, () Der Preis der Ungleichheit. Wie die Spaltung der Gesellschaft unsere Zukunft bedroht,
Michael Hartmann, () Soziale Ungleichheit – Kein Thema für die Eliten?,
Besprochen von Christa Schlager, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.3, S449-452 Besprechung Herunterladen
Nikolaus Dimmel, Tom Schmid, () Soziale Dienste in Österreich,
Besprochen von Julia Hofmann, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.3, S453-456 Besprechung Herunterladen
Florian Wenninger, (Hrsg.), Lucile Dreidemy, (Hrsg.), () Das Dollfuß/Schuschnigg-Regime 1933-1938. Vermessung eines Forschungsfeldes,
Besprochen von Emmerich Tálos, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.3, S457-459 Besprechung Herunterladen
Immanuel Wallerstein, () Der Siegeszug des Liberalismus (1789-1914). Das moderne Weltsystem IV,
Besprochen von Josef Schmee, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.3, S460-464 Besprechung Herunterladen
Manfred Hildermeier, () Geschichte Russlands. Vom Mittelalter bis zur Oktoberrevolution,
Besprochen von Martin Mailberg, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.3, S465-471 Besprechung Herunterladen

2013 Heft 2

Artikel

 Editorial, (2013), Ungleichheit in der Krise,Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.2, S115-123
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Elisabeth Springler, (2013), Postkeynesianische Alternativen in Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik: Lösungsvorschläge zur globalen Finanz- und Wirtschaftskrise ,Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.2, S125-151
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Angesichts der offensichtlichen Machtlosigkeit der herrschenden ökonomischen Lehrmeinung und deren wirtschaftspolitischen Ausformung des Neoliberalismus wirksameWege aus der globalen Finanz-, Wirtschafts- und Verschuldungskrise aufzuzeigen, widmet sich dieser Beitrag einer ökonomischen Alternative: dem Postkeynesianismus. Dieser versteht sich als Opposition zum ökonomischen Mainstream und zeigt im Rahmen von geld-, fiskal- und lohnpolitischen Maßnahmen ein durchgängiges alternatives wirtschaftspolitisches und -theoretisches Modell. Um die Unterschiede in den theoretischen Konzeptionen zwischen der Modellwelt des ökonomischen Mainstream und dem Postkeynesianismus zu verdeutlichen, widmet sich der Beitrag zunächst der historischen und theoretischen Genese des Postkeynesianismus. In der weiteren Folge werden die Stadien der globalen Finanzkrise, bis hin zur Verschuldungskrise skizziert und auf jeder Ebene, auf Basis der alternativen theoretischen Fundierung, Lösungsmöglichkeiten vorgestellt. Dabei werden auch die Probleme des Postkeynesianismus erläutert, als durchgängige und anwendbare Alternative wahrgenommen zu werden.
Ewald Walterskirchen, (2013), Die Bedeutung realwirtschaftlicher Ungleichgewichte für die Finanzkrise,Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.2, S153-165
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Finanzkrisen resultieren aus der Liberalisierung der Finanzmärkte und darauf folgenden Kreditblasen. Die Verschuldung steigt bis zu einem gewissen Schwellenwert, an dem der Optimismus plötzlich in Panik umschlägt. Die Anhäufung von Schulden und Vermögen geht Hand in Hand. Überhöhte Schulden sind immer auch überzogene Vermögen: Was sich einer ausborgt, muss ihm einer anderer leihen. Vor allem drei Arten von Ungleichheiten trugen zur Kreditblase vor dem Ausbruch der Finanzkrise bei:– die zunehmende soziale Ungleichheit zwischen Arm und Reich, die Hypothekarkreditean mittellose Haushalte und Spekulationsexzesse nach sich zog, – die anhaltenden Leistungsbilanzüberschüsse und -defizite, die nicht durch Wechselkurse ausgeglichen wurden und zu einem Auftürmen von Ersparnissen bzw. Auslandsschulden führten, sowie – die Destabilisierung der Wirtschaft durch stark schwankende Vermögenspreise (Immobilienpreisblasen), d. h. durch zunehmende Ungleichheit zwischen Vermögensbesitz und Leistungseinkommen. In allen diesen Fällen muss die Wirtschaftspolitik zu mehr Gerechtigkeit beitragen. Außergewöhnliche wirtschaftspolitische Maßnahmen sind notwendig, um die gesamtwirtschaftliche Schuldenquote zu verringern. Wesentlich ist, dass die Gläubiger ihren gebührenden Anteil daran tragen. Eine Verteilung der Bankenprobleme auf alle Steuerzahler ist der falsche Weg. Schulden und Vermögen müssen parallel verringert werden, damit neue Kredit- und Investitionsbereitschaft entstehen kann. Das sollte auf sozial verträgliche Weise erfolgen: durch sehr niedrige Zinssätze, höhere Inflationsraten, Vermögenssteuern und gegebenenfalls Schuldennachlass (z. B. Griechenland). Umverteilungspolitik ist nicht nur aus sozialen, sondern auch aus ökonomischen Gründen notwendig, um neue Wachstumsimpulse zu setzen.
Gerhard Muggenhuber et.al., (2013), Kataster als Ausgangspunkt einer flächendeckenden Liegenschaftsbewertung,Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.2, S167-191
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Das Wissen um marktnahe Liegenschaftswerte sowie deren räumliche und zeitliche Referenz ist als allgemeine Infrastruktur im öffentlichen Interesse zu sehen, die ebenso zum volkswirtschaftlichen Kapitalstock gerechnet werden kann, wie die räumlichen Informationen über Liegenschaftsobjekte (Kataster) und den damit verknüpften Rechten (Grundbuch und öffentlich-rechtliche Eigentumsbeschränkungen). Die bisher in Teilen Europas angewendeten Einheitswertverfahren als einfache Methoden der Wertermittlung werden zunehmend in Frage gestellt, und in vielen Ländern gibt es bereits flächendeckend funktionierende Systeme zur Ermittlung von marktnahen Werten. Diese Systeme, welche u. a. für die Bemessung der Grundsteuer herangezogen werden, beruhen auf vorhandenen Geodaten. Im Artikel werden die in Österreich für eine Massenwertbestimmung möglichen und flächendeckend verfügbaren Geodaten vorgestellt und der Nutzen einer damit gewonnenen neuen Bewertungsinfrastruktur diskutiert.
Josef Wöss, Norman Wagner, Charlotte Reiff, (2013), Die Entwicklung der geringfügigen Beschäftigung seit Mitte der 1990er-Jahre – eine rechtliche und ökonomische Bestandsaufnahme,Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.2, S193-206
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Jakob Kapeller, Bernhard Schütz, Dennis Tamesberger, (2013), Die Regulation der Routine: Über die regulatorischen Spielräume zur Etablierung nachhaltigen Konsums,Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.2, S207-231
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Ausgehend von der Einsicht, dass die Forderung nach Demokratie im Kontext privaten Konsums sowohl als Appell zu größerer individueller Wahlfreiheit als auch als Ausgangspunkt gemeinschaftlicher Regulierungsinitiativen verstanden werden kann, versucht der vorliegende Beitrag zu demonstrieren, dass nachhaltiger Konsum am ehesten über eine höhere Regulierungsintensität erreicht werden kann. Hierfür werden die, oft nachteiligen,Folgen einer „Privatisierung“ von Nachhaltigkeitsbestrebungen im Konsumsektor illustriert und Vorschläge zu einer verstärkten Regulierung des Konsumsektors im Sinne größerer Nachhaltigkeit anhand von Fallbeispielen diskutier
Philipp Gerhartinger, (2013), Aktuelle Trends in der Besteuerung von Vermögen. Österreich im internationalen Vergleich,Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.2, S233-245
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Buchbesprechung

Steffen Lehndorff, (Hrsg.), () Ein Triumph gescheiterter Ideen, Warum Europa tief in der Krise steckt - zehn Länder-Fallstudien,
Besprochen von Vera Glasner, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.2, S247-253 Besprechung Herunterladen
Paul Davidson, (Hrsg.), () Post Keynesian macroeconomic theory, A foundation for successful economic policies for the twenty-first century ,
Besprochen von Achim Truger, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.2, S254-257 Besprechung Herunterladen
Roger E.A. Farmer, () Expectations, employment and prices,
Roger E.A. Farmer, () How the economy works, Confidence, crashes and self-fulfilling prophecies,
Besprochen von Franz R. Hahn, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.2, S258-261 Besprechung Herunterladen
Elisabeth Springler, Johannes Jäger, () Ökonomie der internationalen Entwicklung, Ökonomie der internationalen Entwicklung,
Besprochen von Manuel Melzer, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.2, S263-265 Besprechung Herunterladen
Heinz Kurz, Richard Sturn, () Die größten Ökonomen: Adam Smith,
Besprochen von Günther Chaloupek, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.2, S266-269 Besprechung Herunterladen
Reinhard Blomert, () Adam Smiths Reise nach Frankreich oder die Entstehung der Nationalökonomie,
Besprochen von Richard Sturn, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.2, S270-271 Besprechung Herunterladen
Joachim Weimann, Andreas Knabe, Ronnie Schöb, () Geld macht doch glücklich, Wo die ökonomische Glücksforschung irrt ,
Besprochen von Felix Butschek, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.2, S272-275 Besprechung Herunterladen
Jost Kramer, Robert Schediwy, () Minderheiten, Ein tabubelastetes Thema,
Besprochen von Werner Teufelsbauer, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.2, S276-279 Besprechung Herunterladen

2013 Heft 1

Artikel

 Editorial, (2013), Außenwirtschaftliche Ungleichgewichte in der Eurozone wohlstandssteigernd korrigieren,Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.1, S3-12
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Arne Heise, (2013), Die "Soziale Marktwirtschaft" unter Globalisierungsgedingungen - eine kritische Bestandsaufnahme,Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.1, S13-26
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Werner Pramstahler, (2013), Die Odyssee der kollektiven Arbeitsbeziehungen Italiens: 20 Jahre nach dem Abkommen von 1993,Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.1, S27-42
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Vera Glassner, (2013), Die Arbeitsbeziehungen in Mittelosteuropa in der Krise: der Aufstieg des Neoliberalismus,Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.1, S43-68
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Alfred Sitz, Aneliya Adzhemova, Atanas Pekanov, (2013), Bulgarien: wirtschaftspolitische Strategie und ökonomische Entwicklung seit der Öffnung,Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.1, S69-86
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Buchbesprechung

Heinz D. Kurz, Richard Sturn, () Schumpeter für Jedermann. Von der Rastlosigkeit des Kapitalismus,
Besprochen von Hansjörg Klausinger, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.1, S87-89 Besprechung Herunterladen
Birger P. Priddat, Klaus W. West, (Hrsg.), () Die Modernität der Industrie,
Besprochen von Michael Mesch, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.1, S90-92 Besprechung Herunterladen
Günther Chaloupek et.al., () Österreichische Handelsgeschichte. Von den Anfängen bis zur Gegenwart,
Besprochen von Andreas Weigl, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.1, S93-94 Besprechung Herunterladen
Eric Lionel Jones, () Das Wunder Europa. Umwelt, Wirtschaft und Geopolitik in der Geschichte Europas und Asiens, 2., erweitere deutsche Auflage,
Besprochen von Martin Mailberg, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.1, S95-102 Besprechung Herunterladen
Julia Hoffmann-Salz, () Die wirtschaftlichen Auswirkungen der römischen Eroberung. Vergleichende Untersuchungen der Provinzen Hispania Tarraconensis, Africa Proconsularis und Syria,
Besprochen von Felix Butschek, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.1, S103-105 Besprechung Herunterladen
Fritz Weber, () Der kalte Krieg in der SPÖ, 2., ergänzte Auflage,
Besprochen von Klaus Dieter Mulley, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.1, S106-107 Besprechung Herunterladen
Friedrich Kellner, () "Vernebelt, verdunkelt sind alle Hirne". Tagebücher 1939-1945,
Besprochen von Josef Schmee, Wirtschaft und Gesellschaft 2013, Band 39 Nr.1, S108- Besprechung Herunterladen