2012

2012 Heft 4

Artikel

 Editorial, (2012), Beschäftigungspolitik: ein offensives Maßnahmenpaket ist notwendig, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.4, S663-670
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Thomas Zotter, (2012), Bankenrestrukturierung und -abwicklung, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.4, S671-714
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Im fünften Jahr der Krise ist eines der Kernprobleme im Bankensektor noch immer nicht gelöst: Es gibt weder in der EU noch in Österreich ein effektives Recht, mit dem Kreditinstitute (KI), die in Schieflage geraten, so zu restrukturieren oder abzuwickeln wären, dass davon weder die Finanzmarktstabilität bedroht ist noch die Steuerzahler über Gebühr belastet werden. Durch das Fehlen eines effektiven Restrukturierungs- und Abwicklungsgesetzt für Kreditinstitute bleiben implizite Garantien auch nach den enormen Bankenrettungspaketen weiter bestehen, was angesichts weiter bestehender Risiken im Finanzwesen nicht nur die Bonität der Kreditinstitute selbst, sondern auch die Bonität der Staaten belastet kann und auch tatsächlich belastet. Diese Situation ist auch in Österreich deutlich ausgeprägt. Neben wichtigen Maßnahmen zur Prävention und zur Frühintervention durch die befassten Behörden bedarf es vor allem auch hinsichtlich der Beseitigung verzerrter Preise und Anreize (moral hazard) durch implizite und auch schlagend gewordene Garantien des Staates für Kreditinstitute einer Beteiligung von Eigentümern und Gläubigern (bail-in vor bail-out). Dies folgt nicht nur den Forderungen der Literatur und internationaler Gremien. Auch jene Staaten, die bereits spezielles Recht für die Restrukturierung und Kreditinstituten geschaffen haben (z. B. Schweiz und Vereinigtes Königreich) zielen mit ihren Reformen auf die Verringerung der moralischen Versuchung. Die Vorschläge der Europäischen Kommission nehmen diese Forderungen und Erfahrungen auf. Sie sind in ihrer gegenwärtigen Form aber eher als Rahmen und Handlungsauftrag zu sehen, dem vor allem auch Österreich angesichts seiner Erfahrungen und Belastungen durch die Bankenhilfspakete dringend nachkommen sollte.
Manuel Melzer, (2012), Die Verteilung von Vermögen. Eine Analyse der Länder USA, Italien, Spanien, Deutschland und Schweden, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.4, S715-748
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Dieser Artikel gibt einen Überblick über die vorhandenen Daten zu Vermögen von privaten Haushalten und Privatpersonen in den USA, Italien, Spanien, Deutschland und Schweden und legt dabei besonderes Augenmerk auf die Entwicklungen der Vermögensverteilung im Laufe der Finanz- und Wirtschaftskrise seit 2007. Ein Vergleich zwischen den Ländern ist auf Grund der unterschiedlichen Erhebungsmethoden und Abweichungen der Vermögensdefinitionen nur unter Vorbehalten möglich. Dennoch sind klare Tendenzen zu erkennen. Erstens, das Vermögen ist in allen Ländern sowohl deutlich höher als auch stärker gewachsen als das Bruttoinlandsprodukt. Zweitens ist die Verteilung des Vermögens sehr ungleich. Drittens hat diese Ungleichheit im Verlauf der Finanz- und Wirtschaftskrise tendenziell zugenommen. Viertens, Sachvermögen ist bedeutender als Finanzvermögen, allerdings wird letzteres vermutlich generell untererfasst. Fünftens nimmt Vermögen mit Alter und Bildungsgrad zu, Selbständige sind vermögender als Angestellte und ArbeiterInnen. Für tiefergehende Untersuchungen und validere Vergleiche muss die Datenlage in Zukunft jedoch deutlich verbessert werden. Einen ersten Schritt in diese Richtung stellt die einheitliche Vermögenserhebung der Länder der Eurozone, der „Household Finance and Consumption Survey“ (HFCS), dar, dessen Daten 2013 veröffentlicht werden.
Johannes Schweighofer, (2012), Ohne Perspektive - Jugendliche auf segmentierten Arbeitsmärkten in der EU, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.4, S749-770
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Spätestens seit dem Beginn der Krise 2008 wurde deutlich, dass sich die Lage der Jugendlichen auf den europäischen Arbeitsmärkten dramatisch verschlechtert hat. Es beginnt mit einer falschen Wahrnehmung – viele Kommentatoren fordern die Jugendlichen auf, flexibel auf die Herausforderungen, etwa des Berufseinstieges, zu reagieren, in Unkenntnis der Faktenlage. Jugendliche sind weit stärker von Arbeitslosigkeit betroffen, insbesondere in der Krise. Dabei unterscheiden sich die Quoten zwischen Jugendlichen und Älteren erheblich – allerdings abweichend vom bekannten Muster. Die instabilen und prekären Beschäftigungsverhältnisse am Beginn ihrer Karrieren zeichnen sich durch erschwerte Übergänge in Normalarbeitsverhältnisse aus. Besondere Bedeutung kommt dabei den Personen zu, die weder in Beschäftigung, Ausbildung oder Training (NEET) sind, weil ihre Karrieren besonders problematisch verlaufen. Hinzu kommen die größer werdenden Einkommensunterschiede nach Altersgruppen – ein zusätzlicher negativer Anreiz zur Beschäftigungsaufnahme. In manchen europäischen Ländern mit stark segregierten Arbeitsmärkten wäre eine Reform des Arbeitsrechtes (der Abfertigungsansprüche) hilfreich.
Günther Chaloupek, Georg Feigl, (2012), Die Wachstumskontroverse vor vierzig Jahren und heute, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.4, S771-800
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In diesem Beitrag wird der Frage nachgegangen, welche Parallelen und Unterschiede die neu entflammte Debatte über Grenzen, Sinnhaftigkeit und den wirtschaftspolitischen Stellenwert von Wirtschaftswachstum mit ähnlichen Kontroversen zu Beginn der 1970er- Jahre aufweist. Zunächst untersuchen wir, wie die ökologische Frage in der Ökonomie diskutiert wurde sowie welche Vorschläge es zu einer Neujustierung des BIP bzw. seine Ergänzung um Wohlfahrts- und Umweltindikatoren gab. Danach widmen wir uns den Fragen, welche bleibenden Ergebnisse die Wachstumskontroverse hinterlassen hat und warum sich die großen Erwartungen von vor 40 Jahren nicht erfüllten. Wir kommen zu dem Schluss, dass insbesondere aufgrund der Ähnlichkeit des Diskurses bei rückblickend bescheidenen Ergebnissen auch bei der Neuauflage kaum bedeutende Fortschritte zu erwarten sind. Zentrale Fragen sind weiterhin ungelöst, etwa wie Wachstum in einer Demokratie gezielt politisch gedrosselt oder wie der zentrale Stellenwert des Indikators „Wirtschaftswachstum“ zugunsten einer breiteren Wohlstandsmessung tatsächlich zurückgedrängt werden kann. Für größeren Fortschritt als in den 1970er- Jahren spricht die in der gegenwärtigen Krise wachsende Unzufriedenheit mit der Ökonomie, die diesmal zu einem wirkungsvolleren und länger anhaltenden Druck zur stärkeren Berücksichtigung gesellschaftlicher Ziele in der Wirtschaftspolitik führen könnte. Zudem könnten die nunmehrige Bündelung der ökologischen, ökonomischen und sozialenAspekte zu einer umfassenden Wohlstandperspektive, die gestiegene Bedeutung von Faktenbasierung der Politik, eine stärkere Verankerung des Diskurses in der Wissenschaft sowie der technische Fortschritt in der Datenverarbeitung und -aufbereitung heutzutage bessere Ergebnisse bewirken.

Buchbesprechung

Peter Rosner, () Die Entwicklung ökonomischen Denkens. Ein Lernprozess,
Besprochen von Günther Chaloupek, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.4, S801-808 Besprechung Herunterladen
Josef Wieland, () Die Entdeckung der Ökonomie. Kategorien, Gegenstandsbereiche und Rationalitätstypen der Ökonomie an ihrem Ursprung,
Besprochen von Felix Butschek, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.4, S809-811 Besprechung Herunterladen
Colin Crouch, () Das befremdliche Überleben des Neoliberalismus,
Besprochen von Ursula Filipic, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.4, S812-815 Besprechung Herunterladen
Sabina Avdagic, Martin Rhodes, Jelle Visser, (Hrsg.), () Social Pacts in Europe. Emergence, Evolution, and Institutionalization,
Besprochen von Michael Mesch, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.4, S816-821 Besprechung Herunterladen
Andreas Weigl, () Bevölkerungsgeschichte Europas,
Besprochen von Felix Butschek, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.4, S822-824 Besprechung Herunterladen
Roman Loimeier, (Hrsg.), () Seuchen im subsaharischen Afrika,
Besprochen von Andreas Weigl, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.4, S825-826 Besprechung Herunterladen
Karl Heinz Roth, Jan-Peter Abraham, () Reemtsma auf der Krim. Tabakproduktion und Zwangsarbeit unter der deutschen Besatzungsherrschaft 1941-1944,
Besprochen von Josef Schmee, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.4, S827- Besprechung Herunterladen

2012 Heft 3

Artikel

 Editorial, (2012), Erfolgreiche Stabilisierungspolitik in der Krise: Auf den Erfahrungen der Vergangenheit aufbauen., Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.3, S495-504
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Bruno Rossmann, Peter Biwald, (2012), Gemeindefinanzen im Korsett der europäischen Steuerungsarchitektur, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.3, S505-548
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Die sich nach der Pleite der Lehman Brothers verschärfende Finanz- und Wirtschaftskrise führte zu einer neuen europäischen Steuerungsarchitektur, die mit fünf Verordnungen und einer Richtlinie zur Verschärfung der Überwachung und Durchsetzung des Stabilitäts- und Wachstumspakts und zu einem neuen Verfahren bei makroökonomischen Ungleichgewichten auf EU-Ebene führten. Im Österreichischen Stabilitätspakt 2012 wurde diese neoliberal ausgerichtete Steuerung faktisch übernommen. Die Gemeindefinanzen sind aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009/2010 eingebrochen, wobei die Ursachen auch in landesinternen Faktoren liegen. So sind die laufenden Transferzahlungen der Gemeinden an Träger öffentlichen Rechts (insbesondere für Krankenanstalten und Sozialhilfe an die Länder) in den letzten fünf Jahren stärker gestiegen als die Ertragsanteile aus gemeinschaftlichen Bundesabgaben. Der Überschuss der laufenden Gebarung und damit die Investitionskraft sind folglich zurückgegangen und die Schulden weiterhin gestiegen. In den nächsten Jahren ist bestenfalls eine Stabilisierung auf einem Niveau, das ein Drittel unter den Werten von 2008 und davor liegt, zu erwarten. Das ist auf strukturelle Faktoren des Finanzausgleichs, den neuerlichen Einbruch des Wirtschaftswachstums und die restriktive Fiskalpolitik zur Erreichung strukturell ausgeglichener Haushalte (Schuldenbremse) zurückzuführen. Die Probleme, Herausforderungen wie auch Handlungsnotwendigkeiten der Gemeindefinanzen liegen insbesondere in einer einseitigen Zielausrichtung im österreichischen Finanzausgleich - der Ressourcenausgleich hat Vorrang vor dem Lastenausgleich. Weiters führt die Transferpolitik nicht nur zu einer Umverteilung von den Gemeinden zu den Ländern (2011: rund 1,7 Mrd. Euro), sondern auch von den finanzstarken zu den finanzschwachen Gemeinden. Dies geschieht in einem Ausmaß, dass die kleineren, in der Regel finanzschwachen Gemeinden nach dem Finanzausgleich über mehr Mittel verfügen, als die größeren Gemeinden. Damit werden die kleinteiligen Gemeindestrukturen abgesichert und die höheren Ausgaben der Gemeinden bis 1.000 Einwohner (ein Viertel der 2.356 Gemeinden) finanziert. Der Reformbedarf in der Gemeindefinanzierung erstreckt sich von der Reform des Transferregimes im Sinne einer Vereinfachung und mehr Verteilungsgerechtigkeit über eine Gemeindestrukturreform bis zum Ausbau der Gemeindeabgaben (etwa der Grundsteuer) zur Stärkung der Gemeindeautonomie. Damit verbunden ist eine grundsätzliche Reform des Finanzausgleichs in Richtung einer verstärkten Ziel- und Aufgabenorientierung
Norman Wagner, (2012), Sozialstaatsfinanzierung in der Krise - alles wie gehabt?, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.3, S549-566
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Die Wirtschaftskrise, die im Jahr 2008 ihren Anfang genommen hat, brachte in der EU einen starken Einbruch von Wirtschaftsleistung und Beschäftigung. Aufgrund der sozialen Sicherungssysteme konnten die Auswirkungen zum Teil abgefedert werden, nicht jedoch ohne starken Anstieg der öffentlichen Verschuldung. Das veranlasste die meisten EUStaaten zum Schnüren von Sparpaketen, die teilweise erhebliche Auswirkungen auf die Finanzierung der sozialen Sicherheit haben. Das Paper zeigt, dass der Einbruch der öffentlichen Einnahmen in Österreich und Deutschland, beides Vertreter des korporatistisch/ kontinentalen Wohlfahrtsmodells weit geringer ausfiel, als Schweden (universales Wohlfahrtsmodell), dem Vereinigten Königreich (Beveridge-Modell) oder Ungarn (Mittel-/Osteuropa). Wesentlicher Grund dafür war die stabile Beschäftigungsentwicklung in den erstgenannten Ländern, mit positiven Auswirkungen auf den Konsum und letztlich auf die Einnahmen aus indirekten Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen. Vor allem die Einnahmenausfälle in Ungarn und dem Vereinigten Königreich, aber auch die scheinbar übermäßig harte Konsolidierung in Deutschland haben jedoch die finanziellen Möglichkeiten dieser Länder für eine Gegensteuerung bei zukünftigen Krisen massiv eingeengt.
Jörg Flecker, Annika Schönauer, (2012), Die Internationalisierung österreichischer IT-Unternehmen - zur Dynamik von Wertschöpfung und Arbeit, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.3, S567-600
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Der Wirtschaftszweig Informationstechnik ist mit seinen globalen Produktionsnetzwerken und weltweiten Wertschöpfungsketten hochgradig internationalisiert. Die österreichische IT-Branche ergänzte in den beiden letzten Jahrzehnten die passive Internationalisierung durch die Präsenz ausländischer Unternehmen in Österreich in erheblichem Umfang durch den Aufbau von Niederlassungen oder die Auslagerung an andere Firmen insbesondere in mittelosteuropäischen Ländern. Die Hauptziele dabei waren, die Qualifikationen in den östlichen Nachbarstaaten zu nutzen und Zugang zu diesen Märkten zu gewinnen. In der Folge kam es zu weiteren Verschiebungen in der internationalen Arbeitsteilung mit deutlichen Auswirkungen auf Arbeit und Beschäftigung in Österreich. Der Beitrag beschreibt die Entwicklung von Wertschöpfungsketten insbesondere in der IT-Wirtschaft und stellt die Internationalisierung der Branche in Österreich dar. Anhand von Fallbeispielen wird diskutiert, wie sich Arbeit und Beschäftigung durch die Verschiebungen in der internationalen Arbeitsteilung verändern. Der Beitrag gibt Einblick in die Entwicklung der österreichischen IT-Branche und analysiert an diesem Beispiel die Dynamik der Internationalisierung hoch qualifizierter Arbeit.
Johannes Schweighofer, (2012), Gab es auf regional-sektoraler Ebene Verdrängungseffekt im Gefolge der Arbeitsmarktöffnung vom Mai 2011?, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.3, S601-614
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Miriam Rehm, (2012), Getarntes Lobbyieren. Eine Zusammenfassung der Kritik an Länderreihungen der Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.3, S615-622
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Buchbesprechung

Karin Scherschel, Peter Streckeisen, Manfred Krenn, (Hrsg.), () Neue Prekarität. Die Folgen aktivierender Arbeitsmarktpolitik - europäische Länder im Vergleich,
Besprochen von Josef Schmee, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.3, S623-624 Besprechung Herunterladen
Günther Löschnigg, () Arbeitsrecht, 11., neu bearbeitete Auflage,
Besprochen von Michael Mesch, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.3, S625-634 Besprechung Herunterladen
Brigitte Young, Isabella Bakker, Diane Elson, (Hrsg.), () Questioning Financial Governance from a Feminist Perspective,
Besprochen von Katharina Mader, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.3, S635-638 Besprechung Herunterladen
Guenther Steiner, () Der Sozialpolitiker Karl Maisel,
Liselotte Douschan, () Anton Benya. Österreichischer Gewerkschafts- und Nationalratspräsident,
Besprochen von Klaus Dieter Mulley, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.3, S639-642 Besprechung Herunterladen
Günther Chaloupek, () Wirtschaftspolitik zwischen Weltanschauung und Sachzwang. 50 Jahre Kautsky-Kreis als Diskussionsforum für Wirtschaftspolitik 1960-2010,
Besprochen von Werner Teufelsbauer, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.3, S643-646 Besprechung Herunterladen
Josef Krammer, Franz Rohrmoser, () Im Kampf um ihre Rechte. Geschichte der Bauern und Bäuerinnen in Österreich,
Besprochen von Josef Schmee, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.3, S647-648 Besprechung Herunterladen
Andreas Resch, Reinhold Hofer, () Österreichische Innovationsgeschichte seit dem späten 19. Jahrhundert. Indikatoren des Innovationssystems und Muster des Innovationsverhaltens,
Besprochen von Felix Butschek, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.3, S649-652 Besprechung Herunterladen
Heinrich August Winkler, () Geschichte des Westens. Die Zeit der Weltkriege 1914-1945,
Besprochen von Martin Mailberg, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.3, S653-662 Besprechung Herunterladen

2012 Heft 2

Artikel

Gunther Tichy, (2012), Der missbrauchte Keynes. Überlegungen zur traditionellen Makropolitik, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.2, S185-196
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Heinz D. Kurz, (2012), Investition und Zins. Die Beiträge Schumpeters und Keynes', Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.2, S197-210
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Herbert Walther, (2012), Einige Gedanken zur Eurokrise aus keynesianischer Sicht, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.2, S211-230
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Erich W. Streissler, (2012), Wie weit kann heute keynesianische Wirtschaftspolitik helfen?, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.2, S231-237
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Edith Kitzmantel, (2012), Die Eurozone und Österreich - Stand und Ausblick, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.2, S238-247
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Bruno Rossmann, Christa Schlager, (2012), Budgetpolitik in Österreich vor und nach der Finanz- und Wirtschaftskrise, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.2, S248-272
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Ewald Nowotny, (2012), Der Euro - Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.2, S273-284
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Ewald Walterskirchen, (2012), Eurokrise ohne Ende?, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.2, S285-290
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Thomas Zotter, Josef Zuckerstätter, (2012), Die Kultur der organisierten Verantwortungslosigkeit. Oder vom Unglück, Recht zu haben, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.2, S291-297
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Helge Peukert, (2012), Eugene Fama, der Nicht-Begründer der Effizienzmarkthypothese, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.2, S298-305
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Manfred Prisching, (2012), Wandlung des Kapitalismus, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.2, S306-320
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Jürgen Kromphardt, (2012), Fallende Lohnquoten und Verteilungstheorie, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.2, S321-330
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Peter Rosner, (2012), Einige Überlegungen zur sich ändernden Einkommensverteilung, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.2, S331-344
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Alois Guger, (2012), Einkommensverteilung als Krisenursache, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.2, S345-356
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Georg Feigl, Markus Marterbauer, Miriam Rehm, (2012), Einkommensverteilung und Krise, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.2, S357-367
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Michael Mesch, (2012), Die italienischen Arbeitsbeziehungen während der Wirtschaftskrise, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.2, S368-395
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Thomas Delapina, (2012), Sozialer und ziviler Dialog: zwei ungleiche Brüder, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.2, S396-403
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Werner Teufelsbauer, (2012), Bemerkungen zu Theorie und empirischer Forschung über europäische Wirtschaftsverbände, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.2, S404-418
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Wolfgang Tritremmel, (2012), Arbeitsbeziehungen in Rot - Weiß - Rot, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.2, S419-422
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Andreas Weigl, (2012), Kliometrie in der Erweiterung. Warum anthropometrische Wirtschafts- und Sozialgeschichte nicht nur für die Geschichtswissenschaften von Bedeutung ist, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.2, S423-434
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David F. Good, (2012), American History through a Midwestern Lens, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.2, S435-447
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Felix Butschek, (2012), Wirtschaftspublizistik und Wirtschaftspolitik, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.2, S448-453
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Robert Schediwy, (2012), Aufstieg und Niedergang der Stuckys - ein mitteleuropäischer Beispielsfall, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.2, S454-463
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Buchbesprechung

Markus Marterbauer, () Zahlen bitte! Die Kosten der Krise Tragen wir alle,
Besprochen von Gunther Tichy, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.2, S464-474 Besprechung Herunterladen
Harald Hagemann, Hagen Krämer, (Hrsg.), () Keynes 2.0 - Perspektiven einer modernen keynesianischen Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik,
Besprochen von Elisabeth Springler, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.2, S475-477 Besprechung Herunterladen
Robert Leonard, () Von Neumann, Morgenstern, and the Creation of Game Theory. From Chess to Social Science, 1900-1960,
Besprochen von Peter Rosner, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.2, S478-482 Besprechung Herunterladen
Sherry Glied, Peter C. Smith, (Hrsg.), () The Oxford Handbook of Health Economics,
Besprochen von Engelbert Theurl, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.2, S483-489 Besprechung Herunterladen
Paul Bushkovitch, () Russlands Geschichte aus neuer Perspektive,
Besprochen von Martin Mailberg, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.2, S490-494 Besprechung Herunterladen

2012 Heft 1

Artikel

 Editorial, (2012), Innovative Expansion statt rückwärtsgewandter Austeritätspolitik, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.1, S3-14
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Christian Reiner, (2012), Play it again, Sam: Die Renaissance der Industriepolitik in der Großen Rezession, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.1, S15-56
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Die bereits vor der Krise einsetzende Renaissance der Industriepolitik wurde durch die Krise vollendet. Eine aktive Beeinflussung der Wirtschaftsstruktur ist mittlerweile wieder ein weithin anerkanntes wirtschaftspolitisches Instrument. Dabei spielt die deutsche Entwicklung in der Krise eine wichtige Rolle. Die sinkenden Arbeitslosenquoten in der größten Wirtschaftskrise seit den 1930er-Jahren, die hohen Leistungsbilanzüberschüsse sowie das weiterhin bestehende erstklassige Rating der Staatsfinanzen sind dafür verantwortlich. Der hohe und in letzter Zeit sogar leicht zunehmende Industrieanteil an der Wertschöpfung wird dabei als wichtige Ursache für die positive Entwicklung identifiziert. Es werden sechs Faktoren diskutiert, welche in der amerikanischen und europäischen Diskussion als Gründe genannt werden, warum Industriepolitik wieder eine größere Bedeutung bekommen sollte. Dabei handelt es sich um (i) politökonomische Selbstverstärkungsprozesse, (ii) intersektorale Fehlallokationen, (iii) Unterstützung von Strategien „grünen Wachstums“, (vi) Abbau globaler Ungleichgewichte, (v) sektoral divergierende Arbeitsplatzqualität sowie (vi) innovationsökonomische Argumente. Eine Analyse des „Geschäftsmodells Deutschland“ zeigt, dass eine Kopie dieses Modells keineswegs unproblematisch ist und zu unauflösbaren makroökonomischen Widersprüchen führt. Ein „policy learning“ sollte auf einer differenzierteren Betrachtung der deutschen Industrie und Makroökonomie aufbauen und die institutionellen Unterschiede zwischen Volkswirtschaften würdigen
Lukas Tockner, (2012), Wohnpolitische Strategien: Liberalisierung oder politische Intervention?, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.1, S57-76
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Die letzte Finanz- und Wirtschaftskrise hatte in vielen Ländern ihren Ursprung auf den Immobilienmärkten. Vor diesem Hintergrund werden die Konsequenzen liberalisierter Wohnungsmärkte untersucht. Dabei wird zuerst gezeigt, dass ein theoretischer Blick auf die Eigenheiten der Wohnungsmärkte gute Gründe für ein Marktversagen liefert. Zweitens wird anhand von ökonomischen Schlüsselvariablen dargelegt, welche Konsequenzen eine wohnpolitische Strategie, die auf Liberalisierung setzt, langfristig zeitigt. Länder, die diesen Weg beschritten haben, erlebten einen starken Anstieg der Haushaltsverschuldung und sind seit Beginn der Krise mit einem drastischen Anstieg der Arbeitslosigkeit konfrontiert. Der wohnpolitische Diskurs hat sich trotz dieser markanten Ereignisse bisher nicht substanziell geändert, wie eine abschließende Analyse der jüngsten wohnpolitischen Vorschläge der OECD zeigt. Die Pariser Organisation setzt weiterhin auf freie Wohnungsmärkte und Eigentumsbildung. Direkte politische Interventionen auf der Angebotsseite, welche für ein ausreichendes und erschwingliches Wohnungsangebot zentral sind, bleiben per Definition ausgeschlossen.
Wilfried Altzinger et.al., (2012), Die langfristige Entwicklung der Einkommenskonzentration in Österreich 1957-2009. Teil II: Methodik und Ergebnisse, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.1, S77-102
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In der vorliegenden Arbeit wurde die Einkommensverteilung für die Periode 1959-2008 für Österreich analysiert. Dabei konnten aufgrund der mangelhaften Datenlage ausschließlich die Lohn- und Einkommensteuerstatistik untersucht werden. Die Entwicklung der personenbezogenen Kapitaleinkommen konnte mangels Daten nicht analysiert werden. Für die Lohnsteuerstatistik zeigt sich, dass die Einkommenskonzentration nach einer langen Stagnationsphase in den 70er- und 80er-Jahren seit 1994 kontinuierlich zu steigen begann. Einkommensteuerpflichtigen Einkommen sind zwar stärker konzentriert als reine Lohneinkommen, jedoch ist bei ersteren eine kontinuierliche Abnahme der Konzentration über den gesamten Beobachtungszeitraum zu beobachten. Diese gegenläufigen Tendenzen können statistische, rechtliche sowie strukturelle Ursachen haben. Insbesondere die Zusammensetzung der Einkommen innerhalb der Einkommensteuerstatistik hat sich in dieser Zeit stark verändert, wobei der starke Rückgang der Gewerbeeinkommen nahezu vollständig kompensiert wird durch die Zunahme der Nichtselbstständigen-Einkommen (NSA). Da aber Erstere eine ungleichere Verteilung aufweisen als Letztere (NSA), kann somit der Rückgang in der Konzentration in der Einkommensteuerstatistik insgesamt (mit) erklärt werden. Auch der höhere Erfassungsgrad von NSA-Einkommen sowie der Rechtsformwechsel von Personengesellschaften in Kapitalgesellschaften dürften eine Rolle spielen. Für eine umfassende Analyse der Entwicklung der Gesamteinkommen müssten auch die Entwicklung der Dividenden- (KESt I) und Zinserträge (KESt II) sowie die Körperschaftund andere Vermögensteuern miteinbezogen werden müssten. Für die Analyse der personellen Einkommensentwicklung wünschenswert wäre eine personelle Zuordnung aller Einkommensarten, insbesondere auch der Zins- und Dividendeneinkommen. Zu diesem Zwecke wäre eine De-Anonymisierung der in Österreich bestehenden Finanzvermögen notwendig. Dieser Schritt könnte über die Eindämmung von Steuerhinterziehung auch positive Auswirkungen auf das Steueraufkommen insgesamt haben.
Thomas Döring, Birgit Aigner-Walder, (2012), Zukunftsperspektiven der Elektromobilität - Treibende Faktoren und Hemmnisse in ökonomischer Sicht, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.1, S103-132
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Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Frage nach den Zukunftsperspektiven der Elektromobilität aus ökonomischer Sicht. Dazu werden treibende als auch hemmende Faktoren aus umwelt-, mikro- und makroökonomischer Sichtweise eingehend betrachtet. Da die positiven ökologischen Effekte die am häufigsten genannten Vorteile der E-Mobilität darstellen, werden zu Beginn potenzielle (direkte und indirekte) ökologische Effekte von Elektrofahrzeugen kritisch beleuchtet. In der Folge wird aus einzelwirtschaftlicher Sicht näher untersucht, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für einen zügigen Umstieg von konventionellen zu elektrisch betriebenen Fahrzeugen zu bewerten ist. Abschließend erfolgt eine Abschätzung möglicher Nutzen und Kosten von Elektromobilität für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung einschließlich der davon ausgehenden Effekte auf den Strukturwandel im Automobilsektor einer Volkswirtschaft.

Buchbesprechung

Felix Butschek, () Österreichische Wirtschaftsgeschichte. Von der Antike bis zur Gegenwart,
Besprochen von Andreas Resch, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.1, S133-140 Besprechung Herunterladen
Douglass C. North, John Joseph Wallis, Barry R. Weingast, () Gewalt und Gesellschaftsordnungen,
Besprochen von Felix Butschek, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.1, S141-145 Besprechung Herunterladen
Helmut Rumpler, Peter Urbanitsch, (Hrsg.), () Die Habsburgermonarchie 1848-1918, Band IX, Soziale Strukturen,
Besprochen von Michael Mesch, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.1, S146-153 Besprechung Herunterladen
Eckhard Hein, Engelbert Stockhammer, (Hrsg.), () A Modern Guide to Keynesian Macroeconomics and Economic Policies,
Besprochen von Victoria Chick, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.1, S154-157 Besprechung Herunterladen
Gustav Horn, () Des Reichtums fette Beute. Wie die Ungleichheit unser Land ruiniert,
Besprochen von Georg Feigl, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.1, S158-161 Besprechung Herunterladen
Fred Luks, () Endlich im Endlichen,
Besprochen von Felix Butschek, Wirtschaft und Gesellschaft 2012, Band 38 Nr.1, S162-184 Besprechung Herunterladen